PhDr. Markéta Blažejová: Deutsch-tschechisches und tschechisch-deutsches Wörterbuch der bildenden Kunst und geographischen Namen

Die Autorin des Wörterbuchs, Frau PhDr. Markéta Blažejová, arbeitete an dem Wörterbuch in Jahren 1991-2000, z.T. innerhalb ihres Doktorandenstudiums am Institut für Germanistik der Philosophischen Fakultät der Karlsuniversität in Prag. Sie studierte Germanistik und Russistik ebenda (Abschluss 1979). Bildende Kunst, insbesondere historische Architektur, zieht sie seit ihren jugendlichen Jahren an; sie absolvierte mehrere Vorlesungszyklen am Institut für Kunstgeschichte der Philosophischen Fakultät der Karlsuniversität in Prag.

Das Wörterbuch umfasst alle Bereiche der bildenden Kunst und stellt eines der größten zweisprachigen Wörterbücher der bildenden Kunst dar, nicht nur in der deutsch-tschechischen Lexikographie. Der deutsch-tschechische Teil des Wörterbuchs zählt 53 000 Stichwörter und 5 000 Stichwörter „halbterminologischer“Art (jeweils in kontextueller Einbettung) in der Anlage. Der tschechisch-deutsche Teil verfügt über keine Anlage, umfasst jedoch um ca 3 000 Stichwörter mehr als der deutsch-tschechische Teil.

Die größte Zahl der Stichwörter gehört dem Fachgebiet Architektur an (ca 9 000), die vorrangig aus dem Gesichtspunkt der Kunstgeschichte untersucht wird, wohingegen die bautechnische Terminologie viel weniger im Mittelpunkt steht. Um noch ein Beispiel zu nennen: der Bereich Textilkunst und historische Mode umfasst an die 3 000 Stichwörter (s. die Wörterbuchprobe).

Das Wörterbuch ist vor allem für folgende Zielgruppen bestimmt:

Die Stichwörter beinhalten nicht nur womöglich alle tschechischen Entsprechungen, sondern oft auch die Definition des Fachausdrucks in Tschechisch und andere ergänzende Informationen, z.B. etymologische Erklärung zum deutschen Ausgangsstichwort, Auskunft über Bereiche der bildenden Kunst, in denen das Stichwort benutzt wird, oder phonetische Transkription des deutschen Ausgangsstichworts (bei Fremdwörtern).

Frau Blažejová ist die einzige Autorin des Wörterbuchs, die jedoch mit Hilfe wertvoller Hinweise und Erklärungen einer ganzen Reihe opferbereiter deutschsprachiger und tschechischer Konsultanten am Wörterbuch gearbeitet hat, die nicht selten zu führenden Spezialisten ihrer Fachbereiche waren. Ausschlaggebend waren für Frau Blažejová in dieser Hinsicht mehrere Studienaufenthalte an deutschen, schweizerischen und österreichischen Instituten für Kunstgeschichte (z.B. der Semesteraufenthalt in Köln bei Professor Günther Binding am Lehrstuhl für historische Architektur, s. auch Gutachten zum Wörterbuch); von großer Bedeutung war für sie die Erörterung der Fachsprache bildende Kunst in zahlreichen Museen.

Bei der Korrektur der Wörterbuchteile Ikonographie, Geographische Namen und der Anlage hat Frau Blažejová bedeutsame Hilfe von Frau Vojtìška Heømanová, ihrer Mutter, genossen.

Für das Herausgeben dieses Wörterbuchs wurde noch kein Vertrag mit einem Verlag geschlossen. Frau Blažejová würde sich sehr freuen, wenn sich ein Verlag der Herausgabe annehmen würde. Eine Empfehlung für die Qualität desWörterbuchs der bildenden Kunst kann die Tatsache dienen, dass Frau Blažejová bereits ein erfolgreiches lexikographisches Projekt von großem Umfang vollbracht hat – sie wirkte als Leiterin des internationalen Autorenteams (20 Mitglieder) beim Deutsch-tschechischen Wörterbuch der Phraseologismen, das Anfang 2010 nach 17 Jahren anspruchsvoller Arbeit erschienen ist. Dem Wörterbuch wurde der 1. Preis "Wörterbuch des Jahres 2009" verliehen, den der Verein der Dolmetscher und Übersetzer in der Tschechischen und Slowakischen Republik ausschreibt. Das Wörterbuch hat ebenfalls den Preis der Jury erhalten.